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Gästebuch

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Eintrag von: Mathys Josef Seon, 14.06.2018, 11:06
Verzicht auf Antrag auf Ausschluss Webereistrasse
In meinem Gästebucheintrag vom 27. Mai 2018 habe ich in Aussicht gestellt, an der Gemeindeversammlung vom 15. Juni 2018 unter Traktandum "Tempo 30" einen Antrag einzubringen, wonach auf der Webereistrasse die Tempo 30-Zone nicht erstellt werden soll. Inzwischen habe ich auf Grund von zwei Zuschriften von betroffenen Anwohner-Familien persönlîch mehrere male zu verschiedenen Tageszeiten die Webereistrasse selbst mit dem Auto mit verschiedenen Geschwindigkeiten befahren. Dabei habe ich festgestellt, dass relativ viele Fussgänger (auch Kindergarten-Kinder) auf dem schmalen Fussgänger-Bereich (gelbe Einzeichnung seitlich an der Strasse) unterwegs sind. Auf diesen Fussgängerzonen sind die Leute, anders als wie bei einem Trottoir, voellig ungeschützt von mit den gesetzlich erlaubten 50 km/h dahinfahrenden Autos. Auf Grund der Aussagen der zwei um die Sicherheit ihrer Kinder besorgten Familien, wonach es auch ausserhalb der üblichen Arbeitszeiten Autofahrer gibt, die mit hoher Geschwindigkeit voellig rücksichtslos die Webereistrasse befahren, musste ich mir das ganze nochmals gut überlegen. Als ich dann noch darauf aufmerksam gemacht wurde, dass es sich bei diesen rücksichtslosen Autofahrern meistens um autoverrückte Fahrer als Kunden der Tuning-Garagenbetriebe im Gewerbegebiet handelt, war für mich klar, dass diesen Fahrern das rücksichtslose Fahren mit der Einführung der Tempo-30-Regeln auch auf der Webereistrasse ausgetrieben werden muss. Wenn dann solche rücksichtslosen Autofahrer ihr "Billet" abgeben müssen, soll er mir nur recht sein. Das heisst aber für die hierfür zuständige Verkehrspolizei, nicht (nur) während den üblichen Tages-Arbeitszeiten sondern eben auch abends und samstags, wenn die rücksichtslosen Autofahren meinen, ihren soeben neu getunten Autos die Sporen zu geben, Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt werden. Aus diesem Grunde werde ich keinen Antrag stellen sondern befürworte jetzt zusammen mit den Anwohnern der Webereistrasse die Einführung von Tempo 30 auch auf der Webereistrasse.
Eintrag von: Urs Meier, Vorderbergstrasse 4, 13.06.2018, 13:06
Tempo 30
Unsere Gemeinde hat sich in den letzten Jahrzehnten vor allem zu einer Wohngemeinde entwickelt. Das Rückgrat der Dorfgemeinschaft sind Familien mit Kindern. Insbesondere diese Bevölkerungsgruppe muss sich im Dorf wohl fühlen und für potentielle Neuzuzüger muss der Standort attraktiv sein. Mit einer Beruhigung des Dorfes, unter anderem durch die Einführung von Tempo 30, kann diese Attraktivität gesteigert werden, was letztlich zu einer guten Durchmischung der Bevölkerung und zu gesunden Gemeindefinanzen führt. Tempo 30 ist ein wichtiger Aspekt für ein gutes Standortmarketing. Unter den Gemeinden herrscht heute ein Kampf um ‚gute‘ Einwohner. Wir sollten deshalb diese historische Chance packen und dem Antrag des Gemeinderates vorbehaltlos zustimmen.
Eintrag von: Sandra De Luca , 13.06.2018, 09:06
Tempo 30, der richtige Weg für die Zukunft von Seon
Herr Frischknecht, ja richtig, Tempo 30 ist eine Herzensangelegenheit! Liegt es doch schliesslich sehr vielen Einwohnern am Herzen durch diese Massnahme sicherer und ruhiger zu leben. Sie denken es ist egoistisch? Nein, egoistisch ist es in einer Sackgasse zu wohnen und den Quartieren mit Durchgangsverkehr keine bessere Situation zu gönnen. Sie können zu keiner Tageszeit viel Verkehr an der Kirchtalstrasse feststellen? Dann waren sie garantiert noch nie in den Morgen und Abendspitzenstunden dort. Ich hoffe, der Gemeinderat informiert die Bevölkerung auch über das Vorgehen und die anfallenden Kosten der Umsetzung der Lärmschutzverordnung bei einer Ablehnung von Tempo 30. Den Leuten muss klar sein, dass die Kosten ohne Tempo 30 um ein vielfaches höher werden. 8900 Fahrzeuge mehr in unserem Bezirk in den letzten 10 Jahren und ein Ende ist nicht in Sicht. Wir leben alle gern in unserem Dorf, wieso kann dann nicht dieser Kompromiss eingegangen werden?
Eintrag von: W.Bachmann, 12.06.2018, 23:06
Kindergarten Schönbühl
Ich hoffe das der Gemeinderat uns über den Zustand vom Kindergarten Schönbühl, an der Gemeindeversammlung vom Freitag 15.06.2018 orientiert.
Eintrag von: Urs Dössegger, Kirchtalstrasse 36, 12.06.2018, 16:06
Tempo 30
Meine Beobachtungen bezüglich des Verkehrs auf der Kirchtalstrasse decken sich leider nicht mit den Feststellungen von Max Frischknecht. Wenn ich morgens um 06:45 mit dem Fahrrad die Strecke von meiner Liegenschaft bis zur Einmündung in die Aarauerstrasse fahre, so ist es keine Seltenheit, wenn mich auf den 450m bis zu 10 Fahrzeuge überholen und beim Stopp nachher 6 Fahrzeuge warten, bis sie links abbiegen können. Selten sind es Anwohner der Kirchtalstrasse. Dass diese Fahrzeuge nicht die Strecke übers Pfaffenbühl wählen, ist für mich schlicht weg unnötiger Schleichverkehr durch ein Wohnquartier. Ich weiss, das Kirchtal ist nicht die einzige Strasse in unserm Dorf, welche Schleichverkehr von Auswärtigen und Seonern ertragen muss. Tempo 30 reduziert den Schleichverkehr markant. In Staufen z.B. ist der Durchgangsverkehr nach der Einführung von Tempo 30 um ca. 60% zurückgegangen. Eine Reduzierung des Durchgangsverkehrs in den Quartierstrassen ist sicher auch im Sinne der Anwohner einer Strasse, welche davon nicht betroffen ist.
Eintrag von: Heiri Kunz, 12.06.2018, 13:06
Flächendeckend Tempo 30
Beim Thema " Tempo 30 in Wohnquartieren" gehen in fast jeder Gemeinde die Wogen hoch. Die Argumente der Gegner, dass man nur mit der an der Situation angepasster Geschwindigkeit fahren darf, ist leider Wunschdenken. Wenn dem so wäre, bräuchten wir weder StVG noch gäbe es Unfälle. Wurde in Gemeinden (z.B Suhr, Staufen, Beinwil aS)Tempo 30 eingeführt, schätzen die Anwohner die schlagartige Beruhigung der Verkehrssituation (Menge, Lärm) und die damit verbundene Zunahme der Sicherheit und Lebensqualität. Eine wichtige Massnahme bei diesem Projekt ist jedoch die Gleichbehandlung der Quartiere. Dies ist in Seon leider nicht der Fall. Einzelne Strassen ( z.B Reussgasse) sind von der Einführung von Tempo 30 ausgeschlossen. Die Reussgasse ist schmal und unübersichtlich, ein Kreuzen von zwei LKWs ohne Ausweichen auf das Trottoir nicht möglich. Die Reussgasse ist eindeutig siedlungsorientiert, in den letzten Jahren sind dort 4 MFH gebaut worden. Sie ist Teil des kantonalen Radroutennetzes und hochfrequentierer Schulweg (z.B Verschiebung Schule- Hallenbad, KIGA Zelgli - Turnhalle etc) Die beiden Fussgängerstreifen liegen zudem in einer unübersichtlicher Kurve. Seit Jahren wird die Gemeindebehörde auf die präkäre Verkehrssituation aufmerksam gemacht. Diese Strasse nicht in das Projekt " Tempo 30" zu integrieren ist unverständlich und kurzsichtig. Trotzdem stimme ich dem Projekt Tempo 30 in Wohnquartieren zu, in der Erwartung,dass die noch offenen Lücken ( Reussgasse, Webereistrasse, Retterswilerstr. etc) baldmöglichst geschlossen werden
Eintrag von: Max Frischknecht, 11.06.2018, 16:06
Herz gegen Verstand
Ist ja herzig, mit Herz für ein Anliegen zu werben, dass eigentlich rein mit dem Verstand zu tun hat. Fast möchte ich sagen, man nimmt,was man hat. Tempo 30 kommt wieder mal auf den Tisch obschon genügend drüber abgestimmt worden ist und der Wille eigentlich immer klar war, so will mans nicht! Und jetzt den Urtext mit kleinen Ausnahmen wieder aufzulegen ist ja fast boshaft! Dazu wird mit falschen Informationen geworben, selbst in den Unterlagen zur GV. Ich nehme dazu ein paar Erfahrungsinformationen vom TCS zur Hilfe. Zum Thema Sicherheit: ". Das Strassenverkehrsgesetz und die grundsätzliche Vorsicht verlangen, dass die Geschwindigkeit stets den Verhältnissen anzupassen ist. Also muss im Zweifelsfall und besonders in Wohnquartieren oder in Schulbereichen sowieso langsamer gefahren und Bremsbereitschaft erstellt werden, was den Anhalteweg erheblich verkürzt. Wie Versuche zeigen, senkt die Einführung von Tempo 30 mit Zusatzmassnahmen die effektiv gefahrene Geschwindigkeit nicht um 20 km/h, sondern um 10 bis 15 km/h. Die Wirkung auf die Gesamtheit der Unfälle und auf ihre Schwere bleibt relativ schwach. " Somit entspricht die Grafik in den Unterlagen nicht der Wahrheit, da sie von genau 50 oder genau 30 ausgeht. zB auf der Webistrasse wir etwa 45 gefahrren im Schnitt, mit 30 fahren alle eher etwas mehr, 34/35 etwa, als ist die Differenz eh nur rund 10kmh. "Im Übrigen kann bei den Fussgängern und den Fahrern das Vertrauen auf die Tempolimiten zulasten der Eigenverantwortung gehen. Ein falsches Sicherheitsgefühl macht sich in solchen Fällen breit, was die Aufmerksamkeit reduziert und das Verhalten verändert. Dazu kann die Vielfalt der einschränkenden Massnahmen gewisse Situationen unklar erscheinen lassen und zur Zunahme der Unfälle beitragen, was zum Gegenteil der erwünschten Wirkung führt." Diese Aussage trifft weniger auf die Autos zu, sondern genau auf die Velos und Fussgänger. Lärm und St Florians-Prinzip der sogenannten Schleichwege: "Bei stetiger Fahrweise kann der Geräuschpegel in verkehrsberuhigten Strassen um bis zu 3 Dezibel vermindert werden. Dies entspricht etwa einer Halbierung des Verkehrs. Im Normalfall ist diese Lärmverminderung jedoch kaum auszumachen. >> Bei lauten Fahrzeugen wie Motorrädern, Mofas und Lastwagen zeigt eine Zone kaum Auswirkungen. Der Lärm dieser Fahrzeuge ist quasi gleich gross, ob die Limite nun 20, 30 oder 50 km/h beträgt. Auch äussere Lärmquellen wie Eisenbahn, Flugzeug, Rasenmäher, Bauarbeiten, Ein- und Ausladen, Gewerbe und Industrie lassen sich durch eine Zone nicht vermindern. >> Oft ist die Verbesserung nichts anderes als das Ergebnis einer Umleitung des Verkehrs auf andere Strassen: Der Lärm wird nur verlagert. Eine vorgängige Abklärung über die Folgen ist somit vonnöten." Seon und das untere Seetal strebt nach oben, davon profitieren wir, hat halt eben den Nachteil von viel Verkehr. Wenn man nun zum Teil im Kirchtal das Gefühl hat, mein sei geplagt vom Verkehr ist das eine individuelle Wahrnehmung. Jetzt 30 einführen auf einer gut ausgebauten Strasse mit Trottoir damit man den anderen den Verkehr zuschieben will ist zum einen mal grundsätzlich egoistisch, nützt eh nix, weil an den anderen Orten der Verkehr so oder so zunimmt und alle wieder zurückkommen, halt ein bisschen langsamer. im tieferen Gang und länger unterwegs.Übrigens, ich kann durchs Kirchtal fahre, wann ich will, mehr als 2-3 Autos begegnen mir nicht! Unfälle: "Ob es zu einem Unfall kommt, hängt von sehr vielen Faktoren ab, also nicht allein von der gefahrenen Geschwindigkeit oder vom Anhalteweg. Unter dem Aspekt der Sicherheit mindestens ebenso entscheidend sind die Aufmerksamkeit und das Verhalten aller Betroffenen, die Fahrtechnik, die Erfahrung, die Steuerbarkeit des Fahrzeuges, die Sichtverhältnisse (Beleuchtung, Strassengestaltung), die Vorschriften (ungewohnte Vortrittsregelung), die Bremsbereitschaft und anderes mehr. Eine “absolut sichere Geschwindigkeit” gibt es nicht; auch eine Kollision mit 20 km/h kann für die ungeschützten Verkehrsteilnehmer tödlich enden." Zum Glück eigentlich gar kein Thema und haben mit 30 nichts zu tun. ZB Unterdorf, gefährlich ist nicht die Strasse, sondern die Parkplätze und das Trottoir. Rückwärts aus den Parkplätzen muss ich zuerst das Trottoir überqueren, gefährde dort die Fussgänger, bin also noch gar nicht auf der Strasse. Man könnte noch viel schreiben. Die Vorlage ist so nicht tauglich und ist abzulehnen. Mit gesundem Menschenverstand. Es gäbe verkehrstechnisch noch einiges wichtigeres zu lösen: Unfallfalle Bahnübergang Talstrasse, die unsäglichen Häfelischülertaxis von den Müttern jeden Morgen beim Schleucherplatz, die sich gegenseitig behindern und die Trottoirs versperren (da wäre vielleicht das Herz gefragt) etc.
Eintrag von: Beat Häfeli, 10.06.2018, 11:06
Mit Tempo 30 reduziert sich Lärm deutlich
Mit Tempo 30 reduziert sich Lärm deutlich - das Ohr nimmt eine Halbierung des Lärms/Verkehrs wahr. Sehr geehrte Stimmbürgerinnen und Stimmbürger Als Hilfe für die Stimmentscheidung des Traktandums "Tempo 30 Zonen in Wohnquartieren", anlässlich der Gemeindeversammlung vom 15. Juni 2018 hier noch einige wichtige Sachinformationen. Der Gemeinderat Seon nutzt die Signalisationsverordnung, Art. 108, wenn er mit der Einführung von Tempo 30 von der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit (50 km/h innerorts) abweichen will. Darin heisst es: "Zur Vermeidung oder Verminderung besonderer Gefahren im Strassenverkehr, zur Reduktion einer übermässigen Umweltbelastung oder zur Verbesserung des Verkehrsablaufs kann die Behörde für bestimmte Strassenstrecken Abweichungen von den allgemeinen Höchstgeschwindigkeiten anordnen." Wird der Immissionsgrenzwert IGW überschritten, bedeutet das, dass der Lärm die Bevölkerung in Ihrem Wohlbefinden erheblich stört (Definition Bundesamt für Umwelt BAFU). Die Fakten sind wissenschaftlich wasserdicht: Strassenlärm ist ein Gesundheitsrisiko, verursacht in der Schweiz rund 500 Todesfälle pro Jahr und bewirkt etwa gleich hohe Kosten wie die Luftverschmutzung. Übermässige Umweltbelastungen, in Form von zu hohen Immissionswerten bei privaten Wohnliegenschaften, sind im Lärmbelastungskataster Gemeindestrassen aufgeführt. Gemäss Lärmschutzverordnung (LSV) ist die Gemeinde Seon als Strasseneigentümerin verpflichtet Grenzwertüberschreitungen zu sanieren. Da Seon die Lärmschutzverordnung Gemeindestrassen nicht abschliessend vollzogen hat, befindet sich die Gemeinde Seon deshalb ab 1. April 2018 in einem rechtswidrigen Zustand, wo ihre Strassen die geltenden Grenzwerte nicht einhalten. Die Einführung von Tempo 30 hat zur Folge, dass die Immissionswerte sinken und somit Lärmschutzmassnahmen mit entsprechenden Baukosten grösstenteils wegfallen. Dies wirkt sich positiv auf das Gemeindebudget aus und indirekt natürlich auch auf die Belastung des Steuerzahlers. Mit der Einführung von Tempo 30 handelt die Behörde korrekt und verantwortungsvoll! Allen wünsche ich schöne Sommertage und mit freundlichen Grüssen Beat Häfeli Quellenangaben: Umweltschutzgesetz (USG 1983), Lärmschutzverordnung (LSV 1986) Lärmbelastungskataster Seon vom Jahr 2011 (Webereistrasse, Unterdorfstrasse Abschnitt Gemeindestrasse, Reussgasse, Oberdorf- und Schafisheimerstrasse)
Eintrag von: Kägi Ulrich, 05.06.2018, 09:06
Tempo 30 Zonen Massnahmenkonzept
Im Seenerhelm Nr 15 azf S 8 iwird das Massnahmenkonzept dargestellt. Dazu meinerseits drei Fragen / Problematik - Retterswilerstrasse nicht durchgehend von der Ober-dorfstrasse bis w Eingang Retterswil? - Kirchtalstrasse nicht urchgehend von der Oberdorfstrasse biss zur Einmündung Schafiserstrasse? - Was passiert mit dem verlegten Kulmerweg (keine Gemeindestrasse. (Unfälle) Tempo 30 auf der prov Strasse mit starker Verkehrszunahme. Gibt es ein Entlastungszenario bei Notfall-Umleitungen Seetalstrasse (Ausbau usw?) Wer A sagt muss auch B sagen. Die Kant Instanzen müssen gerade für Seon flexible, , nützliche Lösungen zustimmen. Halbe Lösungen wären nicht angebracht. Kägi Ulrich
Eintrag von: Hansueli Frey, 04.06.2018, 16:06
Gedanken zu Tempo 30 in Seon
Im Hinblick auf die Abstimmung Tempo 30 in Seon an der Gemeindeversammlung vom 15.6.18 schlagen die Wellen hoch. Ein oft gehörtes contra Argument ist, Tempo 30 sei schon zweimal abgelehnt worden, der Volkswille sei klar. Diese Abstimmungen liegen nun 7 Jahre zurück. In dieser Zeit hat der Verkehr in respektive durch Seon deutlich zugenommen und wird weiter zunehmen. Einige Quartiere sind zu Ausweichrouten für Ortsdurchquerer geworden. Diese sind nicht die gemütlichen Autofahrer sondern daran interessiert Seon möglichst zügig zu durchfahren. Brauchen wir Seoner das in den Wohnquartieren? Ein Verzicht auf Tempo 30 löst die sich anbahnende resp. bereits bestehende Verkehrsmisere auch nicht. Ein weiteres rotes Tuch ist die Oberdorfstrasse. Obwohl mit der anliegenden Schule sehr stark durch Kinder frequentiert, ist sie im Projekt ausgenommen. Für mich völlig unverständlich da eine Zeitersparnis auf dieser relativ kurzen Strasse marginal ausfällt. Dasselbe gilt für die Retterswilerstrasse. Retterswil ist im Projekt drin, nicht aber die Retterswilerstrasse. Die ca. 30 Schüler, welche von Dürrenäsch her die Schule in Seon besuchen befahren mit Velo oder Töffli bis zu viermal täglich nicht nur Retterswil sondern auch die Retterswilerstrasse.- Ebenso liefert die Webereistrasse Diskussionsstoff. Einerseits erschliesst sie das Industriegebiet Oholten anderseits ein Wohnquartier, auch mit Kindergarten. Dazu ist zu sagen, dass es in anderen Gemeinden, Städten genügend Beispiele gibt für Industriequartiere mit 30 er Signalisation, was beweist, dass dies auch geht. Das Argument die Kosten für die 30-er Signalisation seien zu hoch und unnötig könnte zu einem finanzieller Bumerang werden. Tatsache ist, dass die Kosten für eine Anpassung an die heutigen baulichen Vorschriften für ein 50-er Strassenetz massiv höher ausfallen als die geplanten 30-er Signalisationskosten in den Wohnquartieren. - Der Steuerzahler lässt grüssen. Oft hört man auch, der Benzinverbrauch und Schadstoffausstoss sei bei Tempo 30 grösser. Wer ein Auto kauft orientiert sich, hoffentlich nicht zuletzt, auch über den Krafststoffverbrauch. Der Hersteller macht dazu Angaben für den Stadtund Landverkehr. Dabei fällt der Verbrauch im Stadtverkehr, zumeist bei 50-er Strassen, höher aus. Dies hat damit zu tun, weil im Stadtverkehr häufiger gebremst und wieder beschleunigt werden muss als im Landverkehr. Dies braucht viel Sprit. In der Praxis sieht es auf 30-er Strecken so aus, dass dort der Vehrkehr zwar langsamer aber flüssiger rollt und überschaubarer ist, sodass weniger „Stopp/Go“ Situationen auftreten. Die direkte Folge ist, der Benzinverbrauch sinkt. Wenn weniger Benzin verbrannt wird so wird logischerweise auch weniger CO2 ausgestossen. Diese Betrachtung hat mit gesundem Menschenverstand zu tun. Vorliegende Studien müssen mit Vorbehalt betrachtet werden und lassen sich oft, je nach Gusto, so oder so interpretieren. Ein ganz wesentliches Argument für Tempo 30 ist die grössere Sicherheit. Dies wird von Gegnern oft weggewischt da die Unfallzahlen in Seon relativ klein sind – zum Glück bisher. Muss man warten bis etwas Schlimmeres passiert? Bei einem ungebremsten Zusammenstoss PW-Fussgänger erfolgt bei 50 km/h eine Gewalteinwirkung wie wenn man aus dem 3. Stock auf Betonboden hinunterstürzt. Bei Tempo 30 entspricht dies einem Sturz aus dem 1. Stock. Nicht zu vergesse ist, dass Tempo 30 auch für den Autolenker ein Schutz ist. Springt ihm ein Kind unvermittelt vors Auto, so ist das Verletzungs- Todesfallrisiko mit Tempo 30 wesentlich kleiner. Ein solches Ereignis kann jedem Autofahrer passieren, auch bei grösster Vorsicht. Rechtlich wird dies aber als nicht Beherrschen des Fahrzeugs taxiert. Dies ganz abgesehen von der psychischen Belastung des Lenkers, wenn das Unfallopfer bleibende Schäden erleidet oder gar der Todesfall eintritt. Mit Tempo 30 wird das Risko für ein solches Ereignis deutlich kleiner da der Reaktions- und Bremsweg wesentlich kleiner ist als mit Tempo 50. Zuletzt noch ein Wort zur Lebensqualität in den Quartieren von Seon: Zunehmender Verkehr macht mehr Lärm. Diese Tatsache darf man nicht unterschätzen. Lärm ist ein Aergernis und kann erwiesenermassen krank machen. Eine Reduktion von 50 auf 30 wird vom menschlichen Ohr wie eine Halbierung des Verkehrsaufkommens wahrgenommen. In unserer schnelllebigen, hektischen Zeit, mit immer mehr Anforderungen im Berufsalltag, brauchen wir Oasen, wo man sich erholen kann. Tun wir etwas dafür, damit wir uns zu Hause in etwas gemächlicher, ruhigen Umgebung wieder regenerieren können.
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