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Geschichte

Funde aus der jüngeren Steinzeit, wie die 1931/32 erforschten und teilweise konservierten hallstättischen Grabhügel im Forn- und Niederholz erinnern an die bereits urgeschichtliche Besiedlung dieser Gegend. Im „Emmet“ fand man auch Überreste eines gegen Ende des 1. Jahrhunderts erbauten römischen Bauernhofes. Der Name „Sewa“ tauchte erstmals 893 in einem Zinsrodel des Frauenmünsterklosters Zürich auf. Die niedere Gerichtsbarkeit war im 14. Jahrhundert zweigeteilt zwischen den Landsherren auf der Lenzburg (zwei Drittel) und den Freien von Gösgen (ein Drittel). Das ortsansässige Geschlecht der Herren von Seon – kyburgische Dienstmannen – taucht zu Beginn des 13. Jahrhunderts auf, doch zogen die von Seon schon kurze Zeit später nach Aarau. Von einer Burg fand man keinerlei Spuren. Erstmals wird 1275 urkundlich von einem Leutpriester berichtet. Der Kirchensatz war ursprünglich im Besitz der Habsburger, kam dann 1359 an das Stift Schönenwerd, 1539 an Bern und 1803 schliesslich an den Kanton Aargau. Die Pfarrkirche St. Martin wird erstmals 1408 erwähnt. Das heutige Gotteshaus verdankt seine Gestalt einem umfassenden Um- und Neubau im Jahre 1708; es wurde letztmals 1974 renoviert und unter den Schutz des Bundes gestellt.

Zu Seon gehört auch der Weiler Retterswil, bis ins 15. Jahrhundert ein Bestandteil der hallwilschen Niedergerichtsbarkeit. Die in den rechtlichen Stand eines Steckofes versetzte Gemeinde wurde 1751 Seon zugewiesen, 1805 wieder selbständig und 1898 endgültig Seon einverleibt.

Zusätzliche Informationen vermittelt die Seoner Dorfchronik, die bei der Gemeindeverwaltung bezogen werden kann.

Der Gemeindebann
Seon liegt 445 m über Meer. Der Gemeindebann umfasst 962 ha, wovon 254 ha Wald. Das grösste Dorf des aargauischen Seetals lehnt sich an den linken Talrand an und wird auf beiden Seiten von Moränen flankiert. Der Wald erstreckt sich über die ausgedehnten Hänge der Höhenzüge zwischen dem See- und dem Wynental. 1875 kaufte die Gemeinde vom Besitzer des Schlosses Liebegg 120 Jucharten Wald, so dass sich die eigenen Waldungen nun bis hin zum Schloss erstrecken. Das stetige Wachstum der Gemeinde bedurfte laufend grosser Anstrengungen auf dem Infrastruktursektor. Strassen, Wasser- und Elektrizitätsversorgung und nicht zuletzt die Kanalisation forderten ein ausgedehntes Netz im weiträumigen Dorfgebiet.




 
 

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